Babà al Rum
65 Min. · 13 Schritte
Schwer: über 60 Min. oder 12+ Schritte
Über dieses Gericht
Zweifach getränkt – einmal heiß, einmal kalt – in einem Sirup aus gereiftem dunklem Rum und Orangenschale erreicht dieser neapolitanische Klassiker jene durchtränkte, glänzende Textur, die einen echten Babà von einer trockenen Enttäuschung unterscheidet. Ein feuchter Teig mit kalter Butter sorgt für eine offene, schwammige Krume, die den Sirup regelrecht aufsaugt.
Allergiehinweise
Milchprodukte, Gluten, Eier
Ernährungsinfos
Vegetarisch
Zutaten
Frisches Obst & Gemüse
- Große OrangeSchale in breiten Streifen abgeschält, Saft aufbewahrt1
Milchprodukte & Eier
- Große Eierbei Raumtemperatur3
- Vollmilchlauwarm40 ml
- Ungesalzene Butterin 1 cm große Würfel geschnitten, kalt100 g
- Schlagsahnesehr kalt200 ml
Konserven & Gläser
- Aprikosenmarmeladeerwärmt und gesiebt4 EL
Trockenwaren
- Weißes Weizenmehl, griffig (Typ 00 oder proteinreich)200 g
- Trockenhefe, schnellwirkend7 g
- Feiner Zucker20 g
- Wasser500 ml
- Feiner Zucker250 g
- Puderzucker1 EL
Gewürze & Würzmittel
- Feines Meersalz4 g
- Zimtstange1
- Reiner Vanilleextrakt1 TL
- VanilleschoteMark ausgekratzt1
Öle & Saucen
- Neutrales Öl oder Butterzum Einfetten der Förmchen
- Gereifter dunkler RumHavana Club 7 Jahre oder Diplomatico empfohlen150 ml
Küchenutensilien
- Küchenmaschine mit Knethaken
- 4 einzelne Babà-Förmchen (8–9 cm, Savarin-Stil)
- Frischhaltefolie
- Kuchengitter
- Backblech
- Mittelgroßer Topf
- Tiefe Schale
- Backpinsel
- Feines Sieb
- Schneebesen oder elektrisches Handrührgerät
- Küchenthermometer
Zubereitung
Mehl, Hefe und Zucker in der Schüssel einer Küchenmaschine mit Knethaken vermengen. Salz an eine Seite der Schüssel geben. Die Eier und die lauwarme Milch hinzufügen und auf niedriger Stufe 3 Minuten mischen, bis ein grober, klebriger Teig entsteht.
Die Geschwindigkeit der Küchenmaschine auf mittel erhöhen und 8 Minuten kneten, bis der Teig glatt, elastisch ist und sich sauber vom Schüsselrand löst.
Bei laufender Maschine auf mittel-niedriger Stufe die kalten Butterwürfel nach und nach, ein bis zwei Stück auf einmal, hinzufügen und jeweils vollständig einarbeiten lassen, bevor die nächsten hinzukommen – das dauert insgesamt 10–12 Minuten. Der fertige Teig ist sehr weich, glänzend und leicht klebrig.
4 einzelne Babà-Förmchen (8–9 cm hoch, im Savarin-Stil) gründlich mit Butter einfetten. Den Teig in 4 gleiche Portionen teilen (je etwa 110 g), zu glatten Kugeln formen und je eine in eine Form geben – sie sollte nicht mehr als ein Drittel der Formhöhe füllen.
Die Förmchen locker mit leicht geöltem Frischhaltefolie abdecken und bei Raumtemperatur (22–24 °C) gehen lassen, bis der Teig bis zum Rand der Förmchen aufgegangen ist und locker, luftig aussieht – etwa 1,5 bis 2 Stunden.
Den Backofen auf 190 °C (170 °C Umluft / Gas 5) vorheizen. Die Frischhaltefolie entfernen und 22–25 Minuten backen, bis die Babà tief goldbraun sind, sich leicht vom Rand lösen und beim Klopfen auf den Boden hohl klingen.
Die Babà auf ein Kuchengitter über einem Backblech stürzen und mindestens 1 Stunde vollständig abkühlen und trocknen lassen – ein trockenerer Babà nimmt mehr Sirup auf.
Für den Rumsirup Wasser, Zucker, Orangenschalenstreifen und Zimtstange in einem mittelgroßen Topf vermengen. Bei mittlerer bis hoher Hitze aufkochen, dabei rühren, bis sich der Zucker auflöst, dann 5 Minuten köcheln lassen.
Den Sirup vom Herd nehmen. Rum, den aufbewahrten Orangensaft und Vanilleextrakt einrühren. 10 Minuten abkühlen lassen, bis der Sirup heiß, aber nicht mehr kochend ist (etwa 70 °C).
Die abgekühlten Babà nacheinander in den heißen Sirup geben – sie zischen und beginnen sofort, den Sirup aufzunehmen. Jeden Babà 2–3 Minuten eintauchen, dabei vorsichtig mit einem Löffel wenden, bis er aufgequollen, tief durchtränkt und fast doppelt so groß ist. In eine tiefe Schale umfüllen und den restlichen Sirup darüber gießen.
Die getränkten Babà abdecken und mindestens 4 Stunden oder über Nacht kühl stellen – die kalte Ruhezeit lässt den Sirup vollständig bis zur Mitte durchziehen.
Die Babà 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. Jeden großzügig mit der warmen, gesiebten Aprikosenmarmelade bestreichen, um eine glänzende, klebrige Glasur zu erzeugen.
Die kalte Schlagsahne mit Puderzucker und Vanillemark zu weichen, üppigen Spitzen aufschlagen. Jeden Babà mit einem großzügigen Löffel Sahne auf einem Teller servieren und den restlichen Sirup am Tisch bereitstellen für Gäste, die ihren Babà noch großzügiger getränkt mögen.